Welches Schlüsselmodell habe ich?
Wer einen Schlüssel nachmachen lassen möchte, steht oft vor der Frage: Welches Modell und welcher Zylindertyp liegen überhaupt vor? Auf dem Schlüssel finden sich häufig Logos, Nummern oder spezifische Formen. Dieser Ratgeber erklärt, woran Sie Ihren Schlüssel erkennen und welche Angaben für eine Anfrage wichtig sind.
Herstellerlogo, Modellprägung, Form des Schlüsselkopfs, Profilart, Bohrmulden und vorhandene Karten helfen bei der Zuordnung. Eine eindeutige Bestimmung ist anhand eines einzelnen Fotos jedoch nicht immer möglich.
Herstellerlogo auf dem Schlüsselkopf
Der erste Schritt zur Bestimmung führt über den Schlüsselkopf (Reide). Dort ist bei Markenherstellern meist ein prägnantes Logo eingeprägt, wie zum Beispiel ABUS, EVVA, DOM, BKS, GEGE, KABA, KESO oder Winkhaus.
Fehlt ein Markenlogo und ist stattdessen eine Kennzeichnung wie Silca, JMA oder Errebi vorhanden, handelt es sich meist bereits um eine früher angefertigte Kopie auf einem herstellerfremden Rohling.
Prägungen und Modellbezeichnungen
Auf vielen Schlüsselköpfen oder Halmen befindet sich zusätzlich eine eingeprägte Nummern- oder Buchstabenfolge. Diese bezeichnet entweder das genaue Modell (z. B. „XP20S“, „EC550“, „D6X“) oder gibt die spezifische Schließungs- bzw. Anlagennummer an.
Die Bauart des Schlüssels unterscheiden
Schlüssel lassen sich optisch in verschiedene Hauptgruppen einteilen:
- • Klassischer Profilschlüssel: Zackenschlüssel mit seitlichen Einschnitten an der Unterkante und durchgehenden Längsnuten.
- • Wendeschlüssel / Bohrmuldenschlüssel: Flacher Schlüssel ohne zackige Kanten. Stattdessen befinden sich muldenförmige Vertiefungen auf den Breitseiten. Er kann in beiden Richtungen in den Zylinder gesteckt werden.
- • Schlüssel mit aktiven Elementen: Moderne Hochsicherheitsschlüssel besitzen bewegliche Rollkörper, Magnete oder interaktive Stifte an der Schlüsselspitze oder im Halm (z. B. ABUS Bravus MX Magnet oder Magtec).
Sicherungskarte und Schließanlagenunterlagen nutzen
Befindet sich eine Sicherungs- oder Code-Karte im Lieferumfang, steht die exakte Systembezeichnung direkt darauf. Auch auf Mietverträgen oder Schließplänen sind die Schlüsselbezeichnungen vermerkt.
Warum ähnliche Schlüssel nicht dasselbe System sind
Hersteller stellen Zylinder in zahlreichen Profilvariationen her. Zwei Schlüssel können dieselbe äußere Form haben und dennoch unterschiedliche Parazentrik-Nuten aufweisen, sodass sie nicht in den jeweils anderen Zylinder passen.
Welche Fotos für eine Prüfung durch Schlüsseldoc ideal sind
Möchten Sie Ihr Schlüsselmodell von Schlüsseldoc prüfen lassen, senden Sie uns einfach zwei klare Fotos (Vorder- und Rückseite). Achten Sie darauf, den Schlüssel flach hinzulegen und gut auszuleuchten.
Das sollten Sie vorbereiten
Für eine reibungslose Prüfung und Bearbeitung empfehlen wir folgende Angaben und Dokumente bereitzuhalten:
- ✓ Foto der Vorderseite (vollständig und scharf)
- ✓ Foto der Rückseite (vollständig und scharf)
- ✓ Schlüssel flach auf einen neutralen, hellen Hintergrund legen
- ✓ Für gute und gleichmäßige Beleuchtung sorgen
- ✓ Keine Finger über dem Schlüsselprofil oder Prägungen halten
- ✓ Sensible Kartencodes oder Sicherungsdaten nicht öffentlich teilen
Hinweis: Viele Schlüssel sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Auch kleine Abweichungen im Profil oder der Schließung machen einen wesentlichen Unterschied. Überlassen Sie die finale technische Begutachtung daher Fachleuten.
Schlüssel oder System prüfen lassen
Senden Sie uns Fotos von Vorder- und Rückseite des Schlüssels sowie vorhandene Karten oder Berechtigungsunterlagen. Wir prüfen Modell, Berechtigungsanforderungen und die mögliche weitere Vorgehensweise.
Passende Leistungen und Modelle
Fragen zu diesem Ratgeber
Wie erkenne ich, ob mein Schlüssel ein Wendeschlüssel ist?
Was bedeutet die eingeprägte Nummer auf meinem Schlüssel?
Kann Schlüsseldoc mein Modell anhand eines Fotos bestimmen?
Was unterscheidet eine Originalfertigung von einem Nachschlüssel?
Wo finde ich die Modellbezeichnung bei ABUS Schlüsseln?
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